Ausstellungen 

Verwundete. Bilder aus dem Ersten Weltkrieg

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Verwundete
Bilder aus dem Ersten Weltkrieg

28. Oktober 2017– 25. Februar 2018
von dienstags bis sonntags | 10-18 Uhr

Im Laufe des Ersten Weltkrieges wurden mehr als eine Million Soldaten der italienischen Armee an der Front verwundet, sowie etwa 650.000 österreichisch-ungarische Armeeangehörige.
Die Zahl der italienischen Soldaten, die eine lebenslange Behinderung davontrugen, überstieg die 450.000.
70% der Verletzungen waren durch Granat- oder Steinsplitter verursacht, die bei der Explosion herumgeschleudert wurden und den Körper auf verschiedene Art und Weise verstümmelten. Bei schweren Verletzungen der Gliedmaßen amputierte man üblicherweise, aber bei großflächigen Läsionen des Brustkorbes oder des Kopfes waren die Ärzte machtlos. Die Behandlung der Gesichtstraumata spielten eine Vorreiterrolle in der plastischen Chirurgie.
Die Druckwellen der Explosionen verursachten zum Teil tödliche Verletzungen, schädigten die Lungen, führten zu Gehirnblutungen  oder zu Läsionen des Rückenmarks. Die Schädigungen des Nervensystems durch Schockwirkung infolge von Artilleriebeschuss waren in ihrer Anzahl nicht überschaubar und führten zu temporären oder ständigen Ausfällen  tausender Soldaten.
Die am weitesteten verbreiteten Krankheiten waren durch mangelnde Hygiene (Ruhr, Typhus, Cholera) und durch Kälte (Erfrierungen, Tuberkulose, akute und chronische Lungenentzündung) bedingt.
Die Aufnahmen stammen aus dem Fotoarchiv des Museums  und zeigen verwundete, leidende Körper,  den Transport der Verwundeten sowie die Organisation des Sanitätswesens.