Ausstellungen 

Emilio De Pilati. Trentino, Galizien, Dolomiten. Bilder einer Jugend

SHARE

Emilio De Pilati
Trentino, Galizien, Dolomiten
Bilder einer Jugend

12. Juli – 22. Oktober 2017
 Dienstag – Sonntag  | 10-18 Uhr

Emilio de Pilati (geb. in Mezzocorona am 13. März 1890), besuchte zwischen 1902 und 1910 die Königliche Elisabettinen Schule in Rovereto. Von 1911 bis Juli 1914 studierte er an der Technischen Universität in München. Zur gleichen Zeit absolvierte er seinen Militärdienst in Hall, Salzburg und Trient.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er als Fähnrich der Reserve zuerst nach Galizien geschickt, von wo er nach einer am 21. Oktober 1914 in Przemysl erlittenten Verwundung wieder zurückkehrte. Mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und zum Leutnant befördert wurde er im August 1915 an die italienische Front versetzt.  Im Oktober befand er sich im Valparole- und ab Januar 1916 im Travenanzes-Abschnitt. Dort geriet er zwischen dem 8. und 9. Juli 1916 in Kriegsgefangenschaft und wurde anschließend in verschiedene Gefangenenlager nach  Sizilien (in Noto und in Catania) sowie nach Umbrien (Orvieto) gebracht.

Im Januar 1917 wurde als bekennder Trentiner Irredentist aus der Gefangenschaft freigelassen , woraufhin er nach Mailand zog, um dort einen Kurs für Vermessungstechnik zu besuchen. 1918 arbeitete er in Massa, Arezzo, Rom und in den Abruzzen. 1919 kehrte er schließlich  in das Trentino zurück.

Der bergbegeisterte und reisefreudige De Pilati war in der Nachkriegszeit in verschiedenen Vereinen, darunter insbesondere im Trentiner Bergsteigerverein SAT, tätig.

Er verstarb am 6. Mai 1972 in Trient.

Als Hobbyfotograf hinterließ er mehre tausend Aufnahmen, die sein ganzes Leben abdecken und Licht werfen auf zahlreiche Aspekte des Trentinos im 20. Jahrhundert.

Dank der Erben ist seine umfangreiche Fotosammlung sowie seine Korrispondez, Tagebücher und Memoiren aus der Zeit des Ersten Weltkrieges im Kriegsmuseum aufbewahrt.

Die Stiftung Caritro und die Autonome Provinz Trient haben die Archivierung seines Erbes und der Digitalisierung der Aufnahmen möglich gemacht, die nun auch auf der Internetseite des Museums (www.museodellaguerra.it) zur Verfügung stehen.