Umgebung

Die Schauplätze des Großen Krieges im Vallagarina

Dem Lagarinatal, welches den südlichsten Teil Welschtirols bildete kam daher eine besondere Bedeutung zu und wurde deshalb zwischen 1915 und 1918 zu einem der wichtigsten Schlachtfelder während des Krieges.

Die k.u.k. Militärverwaltung beschloss daher dieses Tal fortifikatorisch mit eindrucksvollen Ingenieursleistungen auf den umliegenden Berge auszubauen, wie z.B. dem Werk Valmorbia, dass allerdings bei Ausbruch des Krieges noch nicht fertiggestellt war.

Auf den Bergmassiven, von denen das Vallarsa umgeben ist, einer in südöstlichen Richtung verlaufenden Verbindungsachse, hat der Krieg zahlreiche Spuren hinterlassen. Dem einmaligen Panzerwerk Valmorbia (ital. Forte Pozzacchio), welches vollständig in den nackten Fels getrieben wurde, liegt auf der anderen Talseite das Grabensystem bei Matassone zu Füßen des Monte Zugna gegenüber. Dieser große Bergstock, der das Lagarinatal vom Vallarsa trennt ist immer noch von zahlreichen österreichischen und italienischen Kriegsresten gekennzeichnet, darunter die Reste eines Lazarettes, Schützengräben und die sog. italienische Trincerone-Stellung, die vor kurzem restauriert wurde.

Im wegen seiner wilden Natur bezaubernden Vallarsa, verlief zwischen dem Monte Pasubio und der Carega-Gruppe auch die Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Der Pasubio ist mit Kriegsbauten, Kavernen und Laufgräben übersät und ein empfehlenswertes Ziel eines Tagestrekkings, welches den Monte Testo, den Corno Battisti und die beiden Platten im Gipfelbereich (die italienische und die österreichische) oder die Strada delle 52 Gallerie zum Ziel hat. Auf der Carega-Gruppe findet sich dagegen ein interessantes Beispiel wie eine Alm, die von Campobrun, für militärische Zwecke fortifikatorisch umgebaut wurde.

Auf der anderen Talseite wurde das Lagarinatal von den italienischen Stellungen auf dem Monte Altissimo kontrolliert, von denen auch der Gardasee eingesehen wurde. Dort sind Schützengräben, Geschützstellungen und Militärstraßen zu sehen, die sich auch über die ganze Gruppe des Monte Baldo hinziehen, zu dem auch der Altissimo gehört. Der Dosso Cassina, Malga Zures, der Monte Vignola und der Corno della Paura stellen Ziele für Exkursionen dar.

Den italienischen Stellungen am Baldo standen im Val di Gresta bei der Ortschaft Manzano das österreichische Grabensystem am Nagià Grom, die Schützengräben am Monte Faè und am Creino sowie die Artilleriestellungen am Bianea und am Stivo gegenüber.

Im Zentrum des Lagarinatals hält in Rovereto die Gefallenglocke, die als erhabenes Monument an die Gefallenen aller Nationen mahnt. Auf dem Hügel von Castel Dante liegt in ruhiger Lage das große Beinhaus von Rovereto, das die sterblichen Überreste von 20.000 italienischen und österreichisch-ungarischen Soldaten birgt.

 

 

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„Vallagarina: Schauplätze des Ersten Weltkrieges“ ist eine topographische Wanderkate von 4Land, die im Bookshop des Museums und beim Fremdenverkehrsamt Rovereto zum Preis von € 4,- zum Verkauf steht.

Eine kostenlose digitale Version steht für mobile Endgeräte zur Verfügung und kann nach vorherigem Herunderladen der APP PDF Maps  hier heruntergeladen werden.

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Wanderungen zu den Stätten des Ersten Weltkrieges in Vallagarina.