Museum

Dauerausstellungen

Seit seiner Eröffnung im Jahre 1921 ist das Historisches Italienisches Kriegsmuseum eines der wichtigsten italienischen Museen, welches sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt.

Für die vollständige Besichtigung benötigt man ca. 1,5-2 Stunden.

Das Museumsangebot umfasst auch Sonderausstellungen, die Förderung von Forschungsarbeiten, die eröffentlichung von Schriften historischen und dokumentarischen Inhaltes und die Unterstützung von Filmproduktionen.

Dieses Museum gehört dem Museumsnetzwerk Rete Trentino Grande Guerra an.
Der Ausstellungsrundgang, der vor kurzem renoviert wurde, ist der Kampfweise und der Ausrüstung der Soldaten gewidmet, zeigt aber auch die außergewöhnlichen Transformationen, die diese zwischen dem 19. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg erlebten.

In den Vitrinen ist eine umfangreiche Sammlung von Objekten und Fotografien ausgestellt. Zu sehen sind egenstände, die mit dem Krieg im Schützengraben in Verbindung stehen, Flugblätter, Manifeste und Zeugnisse mit den Erfahrungen der Soldaten und Zivilisten.

Das Museum, untergebracht in der Burg von Rovereto, hat einige Bereiche für die Besucher zugänglich gemacht, die von den Venezianern zwischen dem Ende des 15. Jahrhunderts und dem Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet wurden.

Ein neuer Rundgang führt die Besucher zur Entdeckung der beiden Burgtürme, der Wehrgänge und den Wällen sowie zu den zahlreichen in den Wehrmauern angelegten Kanonenscharten. Im Turm Marino ist eine Sammlung mit Waffen aus der Neuzeit (16.-18. Jhdt.) ausgestellt: eine reichhaltige Sammlung von Rüstungen, Hieb- und Stech-, Feuer-, Duell- und Jagdwaffen.  Im Turm Malipiero, sind Waffen und Werkzeuge von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter zu sehen.

NOTICE TO VISITORS
The castle is currently undergoing restoration work and the museum itinerary may be subject to alteration. We apologise for any inconvenience caused.

1| Waffen und Soldaten des 19. Jahrhunderts

Die Wandlungen in der Kriegsführung und im Waffenwesen von Napoleon I. bis zum 1. Weltkrieg. Vom Steinschlossgewehr bis zum Vorläufer des Maschinengewehrs im amerikanischen Bürgerkrieg und zu den Repetierwaffen.

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2| Das Risorgimento im Saal

Die Darstellung des italienischen Risorgimento anhand von Keramiken, Gemälden und Exponaten, die die militärischen Episoden und ihre Darsteller zelebrieren.

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3| Der Große Krieg

Die Gründe warum der Konflikt von 1914-1918 als „Großer Krieg“ bezeichnet wurde. Unter den Exponaten das italienische Flugzeug Model Nieuport 10 besonders erwähnt zu werden. Anhand eines Filmes wird gezeigt, was es für die Flieger der damaligen Zeit bedeutete, die Welt zum ersten Mal aus der Vogelperspektive zu sehen.

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4 | Turm Marino

Im Turm Marino sind zwei Säle den Waffen gewidmet, mit denen die Soldaten in Europa zwischen dem Ende des 16. und Anfang des 19. Jahrhunderts ausgerüstet waren.

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5 | Turm Malipiero

Im Turm Malipiero ist eine Auswahl von Waffen zu sehen, die von der Steinzeit bis ins Hochmittelalter reicht.

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6 | 1918

Das Jahr in dem nach der Niederlage von Karfreit im Oktober 1917 das italienische Heer neoorganisiert werden musste. In den Vitrinen sind unter anderem Uniformen der Armeen zu sehen, die an der italienisch-österreichischen Front eingesetzt waren sowie verschiedene Maschinengewehrmodelle und Archivmaterialien.

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7 | Sonderausstellung | Die Haut des Soldaten. Uniformen, Rüstungen, Helme und Gasmasken vom Ersten Weltkrieg bis ins Jahr Zweitausend.

In den Kriegen des 20. Jahrhunderts sahen sich die Soldaten einem enormen zerstörerischen Potential der Waffen unter einem unzureichenden persönlichen Schutz ausgesetzt. Die Ausstellung geht auf die Effizienz und die Grenzen der eingesetzten Schutzmittel im Vergleich zu den Veränderungen in der Waffentechnik und den Kriegsstrategien ein. Verschwiegen wird dabei auch nicht die am wenigsten geschützte Zivilbevölkerung. Zur Schau gestellt wird ein umfangreiches Ausstellungsmaterial: von Rüstungen bis zu Helmen, von Grabenschildern bis zur Gasmaske, von Tarnuniformen bis zu Schutzanzügen gegen nukleare, bakteriologische und chemische Waffen.

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8 | Alltag im Schützengraben

Der Saal widmet sich dem Frontalltag der Soldaten und zeigt Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, aber auch Uniformen und Ausrüstungsgegenstände. Zum Thema Sanitätsversorgung sind einige chirurgische Bestecke und eine seltene Trage für den Transport von Verwundeten. Anhand der Bilder des Künstlers Pietro Morando wird auf das tragische Schicksal der Kriegsgefangenen eingegangen. Uniformen und Materialien italienischer und österreichisch-ungarischer Herkunft tragen dazu bei, sich ein Bild vom Gebirgskrieg zu machen, der auf den Bergen im Trentino ausgetragen wurde.

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7 | Das Leben im Schützengraben und die Kriegsgefangenenlager 

Gasmasken, Brustpanzer, Drahtscheren, Menschenfallen und weitere Waffen, die im Kampf im Schützengraben eingesetzt wurden. Italienische Kriegsgefangene in den Zeichnungen des Malers Pietro Morando.

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8| Propaganda und Sanitätswesen

Mit Drucksachen, die den Propagandakrieg dokumentieren. In dieser Sektion sind auch Exponate aus dem Sanitätswesen zu sehen, darunter ein seltenes Röntgengerät.

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9 | Die Artillerie des Großen Krieges 

Geöffnet von Mai bis Anfang November und untergebracht außerhalb der Burgmauern in einem ehemaligen Luftschutzkeller zu Füßen der Burg. Ausgestellt sind italienische, österreichisch-ungarische, deutsche, französische und englische Minenwerfer, Mörser, Haubitzen und Kanonen aus dem Ersten Weltkrieg. An der unmittelbar danebengelegenen Piazza Podestà steht eine gigantischer österr.-ungar. 30,5 cm Mörser von Skoda.

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